Doppelsiegpremiere zum Finale

Der finale Laufe des Norddeutschen ADAC Börde Tourenwagen Cups (NATC) unter Leitung des ADAC Weser-Ems hielt einige Überraschungen bereit. Eine davon: Sophie Hofmann ist nun auch die erste Frau die beide NATC Sprint Rennen eines Saisonlaufs gewinnen konnte.
Es ist geschafft. Der Norddeutschen ADAC Börde Tourenwagen Cups (NATC) hat seine erste Saison erfolgreich absolviert und die Resonanz fällt durchgehend positiv aus. Vor allem der Start im Rahmen des ADAC Racing Weekends stellte für viele Fahrer und Teams ein Highlight der vergangenen Saison dar. Doch bevor die Meister und Sieger ihre wohlverdienten Pokale in Empfang nehmen konnten, gab es ja vorher noch einen Finallauf zu absolvieren. Bei angenehm sonnigen Wetter wurden am 16. November die letzten Entscheidungen in Sachen NATC Meisterschaft 2020 auf der Rennstrecke der Motorsport Arena Oschersleben ausgetragen.

Doppelsieg für Sophie Hofmann beim Saisonfinale

Nachdem sie zwei Wochen zuvor bereits als erste Frau überhaupt ein NATC Sprint Rennen gewann, legte Sophie Hofmann beim Saisonfinale noch einen drauf. Nun ist sie auch die erste Frau die gleich beide Sprint Rennen für sich entscheiden konnte. Im ersten Wertungslauf war Ralf Iwan als Einziger in der Lage mit dem Tempo ihres Seat Leon Cupra TCR mitzuhalten. Die Aufholjagd von Iwan verlief sogar so gut, dass er mit seinem BMW E36 M3 die schnellste Rennrunde einfuhr. Allerdings reichte es am Ende trotzdem nicht, um Hofmann ihren Sieg streitig zu machen. Hinter Iwan belegte Oliver Rüsch in seinem feuerroten BMW 325i E30 den dritten Gesamtrang.

Neben Poleposition und schnellster Rennrunde sicherte sich Sophie Hofmann im zweiten Rennen auch ihren zweiten Gesamtsieg des Tages. Die weiteren Plätze gingen an die beiden vom ADAC Niedersachsen-Sachsen-Anhalt eingesetzten Renault Clio. Michael von Zabiensky erkämpfte sich im Renault Clio 4 RS den zweiten Platz vor Nico Grafentin im baugleichen Fahrzeug.

Der erst 16-jährige Luca Alpert holte sich durch einen Sieg in der Klasse 21 (bis 1600 ccm) im letzten Rennen des Tages den Vizetitel in der NATC Meisterschaft. Wilhelm Nolte, der im ersten Sprintrennen ebenfalls in seiner Klasse (42: über 1350 ccm bis 1750 ccm) siegreich war schob sich damit noch an Ralf Iwan vorbei und belegte am Ende den dritten Meisterschaftsrang.

Zschuppe und Rogalski dominieren Endurance Cup – Kramer ist erster NATC Meister
Mit 1:50.459 Minuten war die Qualifikationszeit des Audi R8 GT4 vom Team SMS-Seyffarth-Motorsport nicht zu schlagen. Mit überlegenem Fahrzeug ließen sich Max Zschuppe und Robin Rogalski in 50 Runden den Gesamtsieg nicht nehmen. Der Zweitplatzierte Dennis Wirths kam in seinem BMW 325i E30 auf insgesamt 46 Runden. Gesamtplatz drei und der Klassensieg in der teilnehmerstärksten Klasse 22 ging an das Vater/Sohn Gespann Karsten und Werner Uetrecht im Renault Clio. Thorsten Kramer sicherte sich mit Luca Alpert im BMW 318ti CUP den vierten Platz in seiner Klasse. Zur Freude seines Teams JAS-Rennsport hatte er damit ausreichend Punkte gesammelt, um die Meisterschaft des NATC zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Sieg für Max-Frederik Gruhn, die Meisterschaftskrone für Lennart Wolf
Der Jahreszeit entsprechend setzt die Dunkelheit im November sehr früh ein. Daher hatte die Organisation bereits vorab entschieden, dass nur ein Rennen des NATC Youngster Cups ausgetragen wird, um die Sicherheit der jungen Nachwuchsfahrer zu gewährleisten.

Der Schnellste von ihnen war unbestritten Marius Schäfer, was er auch mit der schnellsten Rennrunde unterstrich. Leider rutschte er wenig später in der Hotelkurve ins Aus. Zwar konnte er das Rennen mit Unterstützung der Streckensicherung wieder aufnehmen, ins Ziel schaffte es sein BMW 320i jedoch nicht mehr. Den Sieg sicherte sich an seiner statt sein Markenkollege Max-Frederik Gruhn vor Dominik Gruhn, der ebenfalls in einem BMW 318ti unterwegs war. Platz drei ging an den Dacia Logan SD von Lennart Wolf, der damit auch in seiner Klasse und abschließend in der Meisterschaft siegte.

Mit einem komfortablen Vorsprung von 837 Zählern gewann Wolf als erster Nachwuchspilot den Titel des NATC Youngster Cup Meisters.  Platz zwei ging an Lukas Platen. Gesamtdritter in der Meisterschaft wurde der Tagessieger Max-Frederik Gruhn.