Endlich ging es nach der Winterpause wieder auf die Rennstrecke für die Fahrer des NATC. Wochen intensiver Vorbereitung lagen hinter den Teams und Fahrern und pünktlich zum Saisonstart war alles bereit. Das Engagement hat sich gelohnt, denn am Rennwochenende gingen beeindruckende 88 Nennungen in den verschiedenen Klassen ein. Bereits am Freitag, 21. März konnten dafür beim offiziellen Testtag der Serie die letzten Einstellungen vorgenommen werden. Auf die Fahrer warteten anschließend drei Rennen im NATC Youngster Cup, vier Rennen im NATC Sprint und zwei Endurance Race.
Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite dadurch gab es beste Voraussetzungen für ein Wochenende voller spannender Duelle und sportlicher Höchstleistungen.
Volle Starterfelder, die jungen Wilden im Youngster Cup und auch zahlreiche Mädels haben ihr Können unter Beweis gestellt. Die Fahrer hatten eine tolle Zeit und auch die Rennen liefen sportlich fair ab – das macht Lust auf mehr und auf eine aufregende Saison 2025!
Sprint 1
Aufgrund einer Ölspur konnte das Training des NATC Sprint erst nach einer Verzögerung starten.
Im ersten Qualifying ging es wieder darum die schnellsten Zeiten herauszufahren für eine gute Startposition. Leider konnten hier Ingo Wirtz und Volker Henke aufgrund der nur wenig gefahrenen Runden keine Qualifikationszeit erreichen und mussten im Starting-Grid die hinteren beiden Positionen einnehmen. Schon in dieser Startphase hatten sich weiter hinten im Feld #111 Marcel Papst und #528 Martin Schröder falsch in ihrer Start-Position eingefunden und mussten nach dem Rennen eine 5-Sekunden Strafe dafür annehmen.
Bernd Schaible startete von der Pole Position, neben ihm nahm Falko Seibert im BMW M 4 den weiteren Platz in Startreihe eins ein. Dahinter folgten die Team-Kollegen Philipp Pippig und Erik Bänecke in ihren BMW M4 GT4.
Nach drei Minuten des Rennens schlug Silke Paul mit ihrem Fahrzeug ein und löste damit eine Code60 Phase aus.
Einer der neuen Starter im Feld – Thomas Robel im Ford Fiesta ST hielt sich nicht an die Geschwindigkeitsvorgabe während dieser Phase und erhielt nachfolgend eine „1-Lap-Penality“.
Thilo Goos und auch Ralf Iwan machten unabhängig voneinander in der letzten Runde im Tripple noch einen Ausflug ins Kiesbett, was beiden wertvolle Zeit kostete.
Das Feld mischte sich gut durch und so konnten sich nachfolgend Philipp Pippig auf Platz 1 und Erik Bänecke auf Platz 2 als Teamkollegen auf das Podium durchsetzen. Komplettiert wurde dieses durch Falko Seifert auf Rang drei.
Sprint 2
Zum Ende des ersten Veranstaltungstages begab sich das 25 Teilnehmer starke Feld auf die 20-Minuten lange Distanz des zweiten NATC Sprintrennens.
Mike Garbaczok musste mit seinem BMW M3 vorzeitig an die Box fahren und konnte das Rennen nicht beenden.
Kurz vor Rennende kam es zu einer Kollision zwischen den zwei BMWs #43 Maurice Thormählen und #5 Felix Rauh, was Felix auf den letzten Platz beförderte.
Die alten Konkurrenten Ingo Wirtz im Ford Fiesta MK7 ST und Daniel Nadelstumpf schenkten sich nichts – teilweise mischte sich auch noch Dieter Rask mit seinem BMW 325i in das Battle ein.
Auch Erik Bänecke im BMW M4 GT4 F82 und #431 Hinrich Thormählen lieferten sich spannende Zweikämpfe.
Letztendlich konnte Tobias Erdmann das Rennen souverän auf dem ersten Platz nach Hause fahren. Mit nur neun Sekunden Abstand folgte hinter ihm Falko Seifert BMW M4 und Maurice Thormählen BMW E 46 M3 GTR auf dem dritten Rang.
NATC Youngster Cups 1
Die Youngsters sind traditionell wieder die ersten Piloten, welche am Morgen auf die Strecke dürfen. Auch weil die Saison des ADAC Tourenwagen Junior Cups noch nicht begonnen hatte, nutzten einige Fahrer die Gelegenheit für einen Gaststart, dies war eine willkommene Möglichkeit, sich unter Rennbedingungen auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten. Ihr Ehrgeiz und ihre Lust auf den Wettkampf machten sich sofort bemerkbar. So standen an diesem Wochenende beeindruckende 28 Fahrer am Start, eine für den NATC Youngster Cup rekordverdächtige Zahl, die für packende Rennaction sorgte. Gleich sieben Mädels bereichern zudem diese Klasse und sorgten auch im Nachwuchssport für die gewisse „Girlpower“.
Im Qualifying konnte sich Julian Konrad im VW Up! GTi an die Spitze setzen, dicht gefolgt vom jungen Norweger Storm Gjerdrum, welcher nur 0,223 Sekunden hinter ihm lauerte. Dies ließ schon vor dem Start des ersten Rennena auf ein spannendes Duell hoffen.
Nach einem missglückten Start musste der Norweger Strom viele Plätze einbüßen und sich durch seine starke Konkurrenz wieder nach vorn kämpfen – zum Schluss wurde es für ihn aber immerhin der dritte Platz. Mit einen Start-Ziel Sieg konnte Julian Konrad seine gute Leistung im Training und Qualifying bestätigen und setzte sich auch knapp 10 Sekunden vor seinen direkten Mitbewerber Paul Hahn durch, der das Rennen auf Platz zwei beendete. Finn Niklas Wollnik von Team Georg Motorsport hatte Pech aufgrund eines technischen Defektes und konnte schon im Starting Grid das Rennen nicht aufnehmen und musste das Fahrzeug abstellen.
Fun Fakt: Der Teamchef Markus Eichele, sonst bekannt aus der ADAC GT 4 Germany, ist beim ersten Rennen des NATC Youngster Cups als Gaststarter im VW Up! mitgefahren und konnte sich sogar einen 4. Platz sichern.
Die schnellste Rundenzeit erreichte Julian Konrad im ersten Rennen des NATC Youngster Cups mit einer 1:43.840.
NATC Youngster Cups 2
Im zweiten Rennen des NATC Youngsters Cups rollte der #171 vom Team Georg Motorsport mit technischen Problemen direkt auf den Grünstreifen und ließ das Feld an sich vorbei ziehen. Aufgrund von diesem und zwei weiterer Vorfälle wurde direkt eine Code60 Phase ausgerufen. Daraufhin erhielt Matti Klasen eine Drive Through Strafe. Zwei Minuten vor Ende des Rennens landete er leider auch noch im Kiesbett, was aus Sicherheitsgründen zu einer Unterbrechung und dem Abbruch des Rennens führte.
Julian Konrad konnte damit einen Start-Ziel Sieg einfahren. Nach ihm folgten Paul Hahn und der Norweger Storm Gjerdrum auf Platz 3.
Schnellste Frau im Feld war Kiana Naude auf dem sechsten Platz, dicht gefolgt von ihren Kontrahentinnen Celine Kautner auf Platz 8 und Jasmin Stein auf dem neunten Platz.
Lennart Zerbe war im vergangen Jahr im Dacia Logan von Pasch Motorsport unterwegs und konnte sich bei den ersten Rennen mit dem neuen VW Up! GTi direkt beweisen und in diesem zweiten Rennen den vierten Platz sichern.
Endurance 1
Neun Fahrzeuge gingen im Endurance Race als Einzelstarter und Fahrer-Duo an den Start für das einstündige Rennen inklusive Boxenstopp.
Mit zwei Runden Vorsprung konnte sich das aus dem vergangenen Jahr schon eingespielte Fahrer-Duo Schaible-Erdmann in ihrem nun in goldener Folierung erstrahlten Audi R8 GT4 LMS über einen Start-Ziel Sieg freuen. Es folgten die beiden Einzelstarter Laurie Brezina im BMW M2 dicht gefolgt von Christoph Malbertz auf Rang drei im Golf GTI. Peter Pedersen musste noch eine Rundenstrafe aufgrund der zu kurzen Boxenstopp-Zeit zur Kenntnis nehmen und landete damit nur auf dem vorletzten Platz.