Der letzte Renn-Samstag 2025 - jetzt geht's um die Punkte!

Am 18. und 19. November war es so weit und die letzten Rennen der Serie standen auf der Agenda. Absolviert werden sollten an diesem Wochenende insgesamt vier Sprintrennen, vier Rennen des NATC Youngster Cups und zwei Rennen des Endurance Race.

Der NATC Youngster Cup bietet ambitionierten Nachwuchsfahrern die ideale Plattform, um ihre ersten Schritte im Motorsport zu machen. Bereits vor den offiziellen Trainingsläufen fand eine Warm-up-Session statt, die speziell für Fahrer gedacht war, die mit einer Race Card an den Start gehen wollten – also erstmals Rennluft schnuppern, ohne bereits eine offizielle DMSB-Lizenz besitzen zu müssen.

Am frühen Samstagmorgen lagen die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt – eine echte Herausforderung für Mensch und Material. Acht junge Fahrerinnen und Fahrer stellten sich diesen Bedingungen und lieferten sich im Verlauf des Tages spannende, zugleich aber stets faire Rennszenen.

Im Zeittraining sicherte sich Niclas Güttig die Pole Position. Celine Kautner bestätigte im VW Polo ihren dritten Startplatz und erreichte als schnellste Frau im Feld auch im Rennen den dritten Rang. Dean Olbrich kämpfte sich beeindruckend vom sechsten Startplatz bis auf Position vier nach vorn, während Nicolae Cazacu sein Fahrzeug nach vier Runden leider abstellen musste.

Für das zweite Rennen des Tages stand ein weiteres Zeittraining auf dem Programm. Erneut überzeugte Niclas Güttig mit einer starken Leistung und startete von der Pole Position. Mit der Bestzeit von 1:46.839 Minuten unterstrich er seine Dominanz und fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Hinter ihm belegten Lennard Zerbe Rang zwei und Nicolae Cazacu den dritten Platz.

Auch beim letzten Rennwochenende des NATC Sprints stand ein vollgepacktes Programm an. Wie im Youngster Cup mussten die Fahrer vier Rennen über jeweils 20 Minuten absolvieren. Bereits im ersten Training setzte Matthias Vodel mit seinem BMW M240iR ein Ausrufezeichen. Mit einer Bestzeit von 1:35.473 Minuten sicherte er sich die Pole Position im ersten Startgrid vor Oliver Rüsch, einem der Titelanwärter 2025. Im anschließenden Rennen konnte Rüsch seine Stärke ausspielen, übernahm die Führung und gewann souverän. Vodel belegte Platz zwei, während Benjamin Albers – ebenfalls im M240iR – das Podium komplettierte. Einige Fahrer mussten gleich zu Beginn Strafen hinnehmen. #111 Marcel Papst erhielt wegen einer falschen Startposition eine 30-Sekunden-Strafe, ebenso Dennis Ehlert nach einem Frühstart.

Im zweiten Rennen des Tages holte sich Benjamin Albers die Pole Position. An der Spitze entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch zwischen den leistungsstarken BMW M240iR. Schließlich setzte sich erneut Matthias Vodel durch und sicherte sich den Sieg vor Robert Rausch und Albers. Dahinter überzeugte Ingo Wirtz im Ford Fiesta ST mit einem starken vierten Platz – eine beeindruckende Leistung des erfahrenen Stammfahrers der Serie.

Eine erfreulich große Teilnehmerbeteiligung war am vergangenen Wochenende beim NATC Endurance Race über die Distanz von einer Stunde zu verzeichnen. Insgesamt gingen 20 Fahrzeuge an den Start – ein eindrucksvoll gefülltes Fahrerfeld. Normalerweise im NATC Sprint unterwegs, traten diesmal auch die Teamkollegen Erik Bänecke und Philipp Pippig als Einzelstarter an und sorgten für ordentlich Bewegung im Feld. Obwohl sie solo fuhren, mussten auch sie die laut Reglement vorgeschriebenen Pflichtboxenstopps absolvieren.

Bereits im Qualifying kam es zu einem außergewöhnlichen Zwischenfall: Der BMW 318ti von Andreas Roloff verlor kurz vor der letzten Kurve auf nasser Strecke den Grip, drehte sich und schlug rückwärts in die Reifenbarriere ein. Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt – das Fahrzeug hingegen war für den Rest des Wochenendes nicht mehr einsatzfähig. Philipp Pippig bestätigte seine starke Qualifying-Leistung eindrucksvoll und sicherte sich mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg den Gesamterfolg. Erik Bänecke folgte auf dem zweiten Platz, während Lars Harbeck im BMW 320i das Podium komplettierte. Die Gaststarter #187 Lennard Falk von Canal / Finn Schmid sowie #801 Carsten Kratzin wurden nach einem zu kurzen Boxenstopp von den Sportkommissaren mit der Streichung einer Rennrunde bestraft. Trotz der Strafe erreichte Carsten Kratzin im BMW M4 GT4 immerhin noch den sechsten Gesamtrang. Auch zahlreiche sonst im Sprint engagierte Fahrer nutzten diesmal die Gelegenheit, im Endurance Race an den Start zu gehen – nicht zuletzt wegen der höheren Punktzahl, die hier für die Meisterschaft zu holen ist. Daniel Nadelstumpf zeigte eine starke Leistung und belegte den siebten Gesamtrang sowie den ersten Platz in seiner Klasse. Die einzige Frau im Feld, Michelle Kawalek, überzeugte ebenfalls mit einer soliden Vorstellung und erreichte den zwölften Gesamtrang.