Der letzte Renntag 2025

Alexandra Werner
Der letzte Renntag des Jahres 2025 war angebrochen und bot in den verschiedenen Rennen noch viele spannende Szenen.

Am Sonntagmorgen herrschten mit nur einem Grad eisige Bedingungen – doch die Teilnehmer des NATC Youngster Cups ließen sich davon nicht abhalten und standen pünktlich zum ersten Training bereit. Niclas Güttig zeigte sich erneut in Topform. Vom freien Training über das Qualifying bis hin zum Rennen dominierte er mit Bestzeiten und feierte einen weiteren souveränen Sieg. Lennard Zerbe blieb ihm dicht auf den Fersen, musste sich jedoch mit einem Rückstand von nur 0,3 Sekunden knapp geschlagen geben. Celine Kautner komplettierte im VW Polo das Podium auf Platz drei.

Auch am Sonntag bot sich den Nachwuchspiloten reichlich Fahrzeit. Beim abschließenden freien Training vor dem letzten Saisonrennen nutzten sieben Fahrer die Gelegenheit, wertvolle Streckenkilometer und Erfahrung zu sammeln. Trotz des kleineren Starterfeldes blieb es bei sportlich fairen Zweikämpfen – die Startaufstellung entsprach der des ersten Rennens.

Nach vier Runden musste Celine Kautner ihren Polo vorzeitig abstellen, wodurch Nicolae Cazacu die Chance auf einen Podiumsplatz nutzte. Im Mittelfeld lieferten sich Dean Olbrich im Chevrolet Cruze und Jasmin Stein ein sehenswertes Duell, das diesmal Olbrich für sich entschied.


Nach sieben ereignisreichen Rennwochenenden stand für die Teilnehmer des NATC Sprint am Sonntag das große Saisonfinale an. Insgesamt 13 Fahrer gingen an den Start, um die letzten Punkte des Jahres einzufahren. Oliver Rüsch zeigte bereits im Training starke Leistungen und setzte mit schnellen Rundenzeiten die Messlatte für das gesamte Feld. Matthias Vodel blieb ihm dicht auf den Fersen und sicherte sich im Qualifying mit einem Vorsprung von 0,8 Sekunden die Pole Position für Rennen drei.

Die schwierigen Bedingungen forderten einige Piloten im ersten Sprintrennen des Tages, so verlor Marcel Radestock auf der Gegengeraden im Hyundai i30 den Grip, drehte sich und schlug seitlich in die Streckenbegrenzung ein. Trotz erheblicher Beschädigungen erreichte er aus eigener Kraft die Box, musste jedoch das Finalwochenende vorzeitig beenden. Ansonsten lieferten sich Rüsch und Vodel in diesem Rennen ein packendes Duell, das in einem wahren Foto-Finish endete. Mit nur 0,198 Sekunden Vorsprung holte Rüsch den Sieg, während Vodel Platz zwei belegte. Benjamin Albers komplettierte im BMW M240iR das Podium. Ingo Wirtz musste seinen Ford Fiesta bereits in Runde eins abstellen, und auch Radestock fiel in Runde acht aus. Horst Kehspohl, der an diesem Wochenende statt im Ferrari im BMW 325i Cup antrat, klassierte sich im hinteren Mittelfeld.

Im letzten Rennen verzichtete Rüsch auf den Start – eine Gelegenheit, die Matthias Vodel konsequent nutzte. Mit der schnellsten Qualifying-Zeit sicherte er sich die Pole und verwandelte sie in einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Benjamin Albers belegte erneut Rang zwei, während Lennard Falk von Canal im Porsche Cayman S Platz drei der Gesamtwertung erreichte. Silke Paul, als einzige Frau im Feld, überzeugte mit einem starken siebten Platz und freute sich über einen gelungenen Saisonabschluss.


Auch am Sonntag präsentierte sich das Feld des Endurance Race mit 19 Startern erneut stark besetzt. Die letzten Punkte für die Meisterschaft versprachen zusätzliche Spannung. Erik Bänecke zeigte sich in hervorragender Form und setzte bereits im freien Training die Bestzeit. Im Qualifying jedoch ließen seine Konkurrenten nicht locker: Philipp Pippig sicherte sich die Pole Position, während Sven Markert im BMW 320i als starker Herausforderer in Erscheinung trat. Bänecke und Matthias Vodel reihten sich in der zweiten Startreihe für das große Saisonfinale ein. Im Rennen dominierten die Teamkollegen klar das Geschehen. Pippig fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein, Bänecke behauptete sich auf Rang zwei, und Markert komplettierte das Podium. Zwei Ausfälle sorgten für Veränderungen im Feld: Das Duo Alexander Planer / Marcel Radestock musste ihren Hyundai i30 Turbo nach 18 Runden abstellen, und auch für Peter Mochow im Mini war das Rennen vorzeitig beendet. Eine Zeitstrafe traf zudem Andreas und Nikolas Hunold, denen wegen eines zu kurzen Boxenstopps eine Rennrunde aberkannt wurde – sie beendeten das Rennen auf Platz zwölf.