Ein beachtliches Feld von 44 Fahrern ging beim dritten Lauf der Serie an den Start. Einige neue Namen waren dabei, die das offene Konzept der Veranstaltung nutzten, um erste Erfahrungen im NATC Sprint zu sammeln. Besonders gefreut hat die Organisatoren, dass mehrere Teilnehmer aus dem NATC Youngster Cup nun den nächsten Schritt gemacht haben und im Sprintformat dabei waren. Auch drei Frauen stellten sich der Herausforderung und fuhren in den zwei Sprint-Rennen mit.
NATC Sprint 1
Auf dem Plan im Rahmen des Fast Car Festivals standen ein Training, zwei Qualifyings und zwei Rennen. Fünf Minuten vor Ende des ersten Zeittrainings wurde es noch einmal spannend. Eine Code60-Phase unterbrach die Session, was vielen Piloten einen Strich durch die Rechnung machte, denn einige hatten noch keine schnelle Runde gesetzt. Der Mini von Carfactum war im Kiesbett gelandet und musste geborgen werden. Danach blieb noch genug Zeit für zwei gezeitete Runden. Die Fahrer nutzten diese Chance und sorgten für eine durchmischte Startaufstellung. Horst Kehspohl im Ferrari 488 Challenge und Falko Seifert im BMW M4 GT4 sicherten sich dabei die erste Reihe.
Ein besonderes Angebot beim Fast Car Festival war der Grid Walk. Besucher konnten sich kurz vor dem Start direkt an der Strecke bewegen und die Atmosphäre in der Startaufstellung miterleben.
Direkt nach dem Start konnte sich Erik Bänecke nach vorn arbeiten und fuhr auf Platz zwei. Sein Teamkollege Philipp Pippig hielt dagegen, machte mehrere Positionen gut und übernahm schließlich den zweiten Platz. Bänecke musste sich zunächst hinter ihm einordnen.
Neun Minuten vor Rennende wurde das Feld erneut durch eine Code60-Phase eingebremst. Nach dieser Phase konnte Bänecke die Führung übernehmen. Oliver Rüsch musste sein Fahrzeug wegen eines technischen Defekts zwischenzeitlich abstellen.
Das Rennen endete mit einem knappen Zieleinlauf. Bänecke verteidigte den ersten Platz mit einem Vorsprung von nur 0,170 Sekunden vor Pippig. Horst Kehspohl überquerte die Ziellinie als Dritter.
NATC Sprint 2
Nur anderthalb Stunden nach dem ersten Rennen folgte bereits das zweite Qualifying des Tages. Der enge Zeitplan mit vielen Programmpunkten forderte den Fahrern auch körperlich einiges ab.
Einige Teams nutzten die Möglichkeit, im zweiten Rennen einen Fahrerwechsel vorzunehmen. So auch Holger und Steffen Redlich. Nachdem Steffen im Opel Astra TCR im ersten Lauf einen soliden sechsten Platz erzielt hatte, übernahm nun Holger das Steuer für das zweite Rennen.
Kurz vor dem Ende des Qualifyings kam es zu einem Zwischenfall, der zum Abbruch der Session führte. Viele Fahrer aus dem Mittelfeld konnten dadurch keine schnelle Runde mehr setzen und mussten sich nun mit ihrer bestehenden Platzierung für das zweite Rennen arrangieren.
Weiter ging es mit der Hitzeschlacht zum zweiten Rennen des NATC Sprints.
Für Oliver Rüsch mit der Startnummer 80 und Falko Seifert mit der 500 lief der Start anders als geplant – sie mussten aus der Boxengasse nachstarten.
Ein Zwischenfall auf der Strecke sorgte für eine erste Unterbrechung. Die Code60-Flagge wurde geschwenkt, das Rennen neutralisiert. Drei Minuten vor dem Ende kam schließlich das Aus – die Session wurde vorzeitig abgebrochen. Markus Ranglack und Wilfried Lechte hatten ihre Fahrzeuge bereits zuvor in der Box abgestellt.
Horst Kehspohl fuhr souverän an die Spitze und sicherte sich den Sieg. Philipp Pippig erreichte Platz zwei, Erik Bänecke komplettierte das Podium.
Am späten Nachmittag versammelten sich Fahrer und Teams zur Siegerehrung auf der Bühne im Fahrerlager. Für die Organisatoren endete der Tag mit der Gewissheit, dass es für alle Beteiligten gelungene Veranstaltung war. Am zweiten Veranstaltungstag folgte noch der Lauf des NATC Youngster Cups und Taxifahrten für alle NATC Teilnehmer.