Die Wetterverhältnisse hatten sich am Sonntagmorgen stark verändert im Vergleich zum Vortag. Bei teilweise nur noch 13 Grad, Wind und teilweise leichtem Nieselregen mussten sich die Fahrer auf komplett andere Bedingungen einstellen. Mit etwas kleineren Fahrerfeldern aber keinesfalls weniger Action in den Rennen ging es daher dennoch für alle Teams und Fahrer optimistisch in den Veranstaltungssonntag.
NATC Youngster Cup
Das Rennen des NATC Youngster Cups wurde aufgrund des anhaltenden Nieselregens zu einem „Wet-Race“ deklariert. Das bedeutet, alle Fahrer konnten nun auch frei entscheiden, ob sie auf die Regenreifen wechseln.
Das dritte und vierte Rennen startete ohne den Lokalmatador Dean Olbrich, welcher für den MSC Oschersleben e.V. im Chevorlet Cruze fuhr, denn das Team hatte einen Getriebeschaden zu verbuchen.
14 junge Starter blieben übrig, um die Herausforderungen des Tages in Angriff zu nehmen. Im ersten Rennen konnte #38 David Gausmann vom Team Georg Motorsport im VW up! GTI Cup einen weiteren starken Start-/Zielsieg einfahren. Niclas Güttig folgte auf Platz zwei und Leon Pascal Wilke von Tuma Motorsport komplettiert das Podium zum ersten Sonntagsrennen – erhielt zuvor noch eine 3-Sekunden Zeitstrafen, weil er eine Kollision provoziert hatte. Jasmin Stein wurde auf Rang 5 die schnellste Frau im Feld.
Das letzte Rennen des Wochenendes musste zur Halbzeit der Renndistanz durch eine Code60 Phase neutralisiert werden, welche aber doch schnell wieder aufgelöst wurde. #23 Björn Naudiet musste sich am Ende des Feldes wieder einordnen und lag nun eine Runde zurück. Nachfolgend verlor Leon Pascal Wilke seine Podiumsplatzierung, bleib aber am Drittplatzierten Niclas Güttig dran. Lennard Zerbe konnte sich behaupten und damit einen starken dritten Platz einfahren. Vor ihm kamen David Gausmann auf Platz eins und Niclas Güttig auf Platz zwei ins Ziel. Es war damit auch ein sehr erfolgreiches Wochenende für das Team von Georg Motorsport, welche einige Autos im Einsatz hatten und sich immer auch besonders im Nachwuchsbereich engagieren.
NATC Sprint
Die sehr kühlen Temperaturen mit leichtem Nieselregen sorgten für ganz andere Bedingungen wie am Vortag des NATC-Rennwochenendes. Zur Mittagszeit stand das erste Sprintrennen des Sonntages auf dem Plan.
Volker Henke nahm für dieses Rennen die Pole Position ein, neben ihm in Startreihe eins war Ingo Wirtz zu finden. Bereits zum Start konnte in der ersten Runde Hans-Heinrich Ernst im Opel Manta an die Spitze nach vorn fahren und die ersten Führungskilometer für sich verbuchen. Volker Henke war derweil auf den dritten Platz zurückgefallen. Alle waren dicht beieinander und so folgten direkt neue Positionskämpfe, wobei Ingo Wirtz sich nun an die Spitze setzen konnte. Er wurde mit nur 0,5 Sekunden Abstand nun von Volker Henke gejagt.
Im mittleren Feld lieferten sich #96 Leon Harhoff und #44 Horst Kehspohl – diesmal im BMW unterwegs ihre Duelle. Hier musste Horst zunächst zurück stecken und dann auch noch zu Halbzeit der Renndistanz #262 Thomas Bienroth passieren lassen. Volker Henke kämpfte sich derweil an die Spitze des Felds zurück.
Sieben Minuten vor Ende des Rennens standen die ersten Überrundungen an, was den engen Kampf an der Spitze nochmals spannend machte.
Aber auch im hinteren Feld kämpfte #36 Toni Brückner nun um eine Position, welche die Überholung von Host Kehspohl bedeuten würde – sieben Runden zurechtgelegt – gelang es ihm schließlich. Hier rückten alle drei Fahrer – Harhoff, Kehspohl und Brückner eng zusammen und befanden sich innerhalb von zwei Sekunden. Ingo gab den Kampf nicht auf und blieb an Volker Henke dran – aber zum Schluss entschied die Zeit und damit drei Sekunden Rückstand. Auf Rang drei beendete Hans-Heinrich Ernst das Rennen.
Nur noch vier Fahrer nahmen am letzten Rennen teil – dies ist auch darin begründet, dass es für die Meisterschaftswertung Streichresultate gibt und nicht alle Rennen für die beste Punktewertung absolviert werden müssen. Somit konnten sonst nicht so aktive Fahrer in diesem Rennen viele Erfahrungen sammeln und Rennkilometer absolvieren. Mit dabei waren Sören Westrup auf der Poleposition, neben ihm startete Hendrik Röglin auf Rand zwei. Thomas Bieroth und Silke Paul komplettierten das Feld.
Silke konnte sich im Feld durchsetzen und mit der dritten Position einen Podiumsplatz einfahren.
Endurance Race
Am Sonntag standen sieben Fahrzeuge bereit, um am frühen Nachmittag in das einstündige Endurance Race zu gehen. Hier waren leider bei Michelle Kawalek und Thilo Goos technische Defekte zu verzeichnen, welche einen Start nicht möglich machten. Auch Fabian Niemann trat das Rennen nicht an.
Dirk Lauth im Mini R56 sicherte sich im Qualifying die Pole Position. Neben ihm in Startreihe eins hatte er das Duo Andreas und Nikolas Hunold im Renault Clio Cup 3. Andreas Wilhelm konnte direkt Plätze gut machen und nach vorn fahren, er hatte noch bis spät in die Nacht die Spurstange gewechselt – die viele Arbeite sollte sich nun auszahlen.
#129 mit der Fahrzeugbesetzung von Dirk Noack, Gina Jobes und Niklas Meisenzahl erhielt eine 10 Sekunden Zeitstrafe nach absichtlicher Kollision mit einem weiteren Teilnehmer.
Nach dem vorgeschriebenen Boxenstopp war Andreas Wilhelm einen Platz zurückgefallen, konnte aber wieder aufschließen. Letztendlich ergab sich folgende Platzierung: 1. Dirk Lauth, 2. Andreas und Nikolas Hunold, 3. L. Peter Pedersen.