Der NATC gastierte am 16. und 17. Mai auf dem Hockenheimring und bot trotz eines kleinen Starterfeldes spannenden Motorsport und eine familiäre Atmosphäre. Neben packenden Rennen sorgten vor allem die enge Gemeinschaft im Fahrerlager, viele Benzingespräche und die gute Stimmung unter den Fahrern für ein gelungenes Rennwochenende.
Ein Rückblick auf den Samstag:
Nach einer Verzögerung begann ab 11 Uhr das erste freie Training des NATC. Besonders erfreulich war die Teilnahme von Hans-Heinrich Ernst, der erneut mit dem kultigen Opel Manta an den Start ging. Gemeinsam mit zehn weiteren Fahrern absolvierte er die erste Session des Wochenendes. Nach den ersten Runden und dem Aufwärmen der Reifen verbesserten sich die Zeiten kontinuierlich und die Fahrer fanden sich zunehmend auf dem kurzen Streckenlayout mit den 3,692 Kilometern zurecht.
Daniel Nadelstumpf im Renault Clio 4 Cup bestimmte das Geschehen im freien Training. Ab der Mitte der Session setzte er eine Bestzeit nach der anderen und markierte mit einer Runde von 1:57.301 Minuten die schnellste Zeit. Nach dem Training sagte er selbst, dass die Bedingungen mit Regen und Bindemittel schwierig gewesen seien.
Im Qualifying setzte sich Ralf Iwan im BMW E36 M3 mit einer Zeit von 1:49.314 Minuten durch und sicherte sich die Poleposition. Hinter ihm reihten sich Nikolas Hunold im Renault Clio Cup 3 und Daniel Nadelstumpf im Renault Clio 4 Cup ein. Diese Beiden trennten lediglich rund eine Sekunde, wodurch sich bereits Spannung für das erste Rennen andeutete. Im Mittelfeld platzierten sich mehrere BMW Modelle. Marco Rosswag im BMW 318ti hatte Schwierigkeiten, sich an die Strecke und die geltenden Tracklimits anzupassen. Wegen mehrerer Verstöße wurden ihm insgesamt drei schnelle Runden gestrichen.
Hans-Heinrich Ernst startete im Opel Manta von Position fünf in das Rennen. Bereits in der Anfangsphase kam es zu einer Kollision mit dem hinter ihm fahrenden Philip Heine sowie zu einem Dreher in der ersten Kurve. Trotz der Zwischenfälle setzte Ernst das Rennen zunächst fort, musste sein Fahrzeug jedoch nach vier Runden wegen fehlender Motorleistung abstellen.
Dieter Rask zeigte im BMW 325i eine starke Leistung. Er arbeitete sich von Startplatz neun bis auf Rang drei nach vorne und sicherte sich damit einen Platz auf dem Podium. Daniel Nadelstumpf beendete das Rennen auf dem zweiten Platz. Den Sieg holte sich Ralf Iwan mit einem souveränen Erfolg von Start bis Ziel.
Ein Rückblick auf den Sonntag:
Bei guten Bedingungen ging es am Sonntag mit 10 Fahrzeugen auf die Strecke für ein weiteres freies Training. Auch Hans-Heinrich Ernst konnte seine Probleme des Vortrages beheben und konnte vorerst einen fünften Platz herausfahren. Ralf Iwan konnte nochmal 10 Sekunden auf der Strecke finden und zauberte schon im Training eine neue Bestzeit 1:39.229 – das lässt schon viel hoffen auf das sich um die Mittagszeit anschließende Qualifying.
Auch in diesem Qualifying hat sich Ralf Iwan von Runde zu Runde mit warmer werdenden Reifen an seine persönlich Bestzeit herangearbeitet. Letztendlich konnte er eine 1:38.481setzen und sich damit erneut den Startplatz in der ersten Reihe für das zweite Rennen an diesem Wochenende in Hockenheim sichern. Neben ihm in Reihe 1 nahm Daniel Nadelstumpf Aufstellung.
Philipp Heine im BMW E90 325i, sowie Lino Zeller und Marco Rosswag im BMW 318ti mussten aufgrund der Missachtung des Tracklimits auf ein paar ihrer Bestzeiten verzichten, da diese gestrichen wurden. Insgesamt konnten alle Teilnehmer ihre Qualifyingzeiten im Vergleich zum Vortag verbessern.
Am Nachmittag standen die Teilnehmer des NATC bereit und mussten wieder etwas Wartezeiten in Kauf nehmen, um ihren Lauf absolvieren zu können. Leider mussten auch zwei weitere Ausfälle verzeichnet werden, was das Teilnehmerfeld auf nun nur noch 8 Fahrzeuge schrumpfen ließ.
Aufgrund, dass Ralf Iwan nicht an den Start gegangen war, konnte sich Daniel Nadelstumpf direkt an der Spitze behaupten. Sein direkter Verfolger in diesem Rennen: Dieter Rask im BMW325i mit nur rund zwei Sekunden Abstand.
Innerhalb des Feldes jagten sich Philip Heine und Lino Zeller – enge Duelle und spannende Szenen für die beiden Fahrer standen auf der Agenda für das 20-minütige Rennen.
Bei Marco Rosswag kam es in der dritten Rennrunde zu Problemen, sodass Michelle Grimm und Silke Paul einen Platz gut machen konnten.
Gegen Rennmitte konnte Daniel Nadelstumpf bereits vier Sekunden rausfahren. Philip Heine viel zurück und musste das Feld vorbeiziehen lassen. Vier Minuten vor Ende des Rennens stellte er sein Fahrzeug in der Boxengasse ab. Daniel Nadelstupf fuhr einen klaren Start-/Zielsieg ein, gefolgt von Dieter Rask und Andreas Hunold auf dem dritten Platz des Podiums.