Holger Redlich triumphiert beim NATC-Regenrennen am Sonntag

Am Sonntag standen für den NATC noch das Zeittraining sowie ein weiteres Sprintrennen auf dem Programm. Im Qualifying sicherte sich Tobias Erdmann erneut souverän die Pole-Position. Nach einem Unfall in einer anderen Rennserie, in der er ebenfalls an den Start ging, konnte er jedoch zum zweiten NATC-Rennen nicht mehr antreten.

Das zweite Sprintrennen des Wochenendes wurde aufgrund eines kräftigen Regenschauers unmittelbar vor dem Start als „Wet Race“ deklariert. Für alle Fahrer galt es bereits in der Einführungsrunde, sich auf die völlig veränderten Bedingungen einzustellen.

Einige Teilnehmer steuerten noch vor dem Start die Boxengasse an, um auf Regenreifen zu wechseln. Auch das Vater-Sohn-Gespann Gericke startete mit beiden Fahrzeugen aus der Boxengasse.

16 Fahrer stellten sich der 20-minütigen Herausforderung auf nasser Strecke. Oliver Rüsch setzte sich bereits in der ersten Runde vom Feld ab und konnte früh einen beachtlichen Vorsprung herausfahren.

Holger Redlich im Opel Astra TCR fand sich besonders gut mit den schwierigen Bedingungen zurecht und startete ab der zweiten Runde eine beeindruckende Aufholjagd. Mehrere BMW-Piloten mussten sich geschlagen geben, darunter auch Franjo Kovac und Bennett Lehmann. Redlich fuhr konstant schnelle Rundenzeiten und war zeitweise sogar schneller unterwegs als der Führende. Nach sieben Rennminuten gelang ihm schließlich die Übernahme der Spitzenposition.

Im weiteren Rennverlauf startete Laurie Brezina ebenfalls eine starke Aufholjagd. Nach einem Start aus der Boxengasse arbeitete er sich bis zur Rennhalbzeit bereits auf Rang vier vor.

Auch Franjo Kovac, Bennett Lehmann und Fabian Niemann lieferten sich intensive, aber jederzeit faire Zweikämpfe um die Positionen im vorderen Mittelfeld. Kurve für Kurve wechselten die Platzierungen immer wieder.

Michael Gericke brachte die Leistung seines BMW ebenfalls hervorragend auf die nasse Strecke. Besonders im Kurvenbereich konnte er seine Konkurrenten unter Druck setzen und zahlreiche Positionen gutmachen. Trotz des Starts aus der Boxengasse fuhr er am Ende auf einen starken vierten Platz.

Udo Bobsin drehte sich mit seinem Toyota GT86 in der vorletzten Runde, konnte das Rennen jedoch fortsetzen.

Vom siebten Startplatz bis an die Spitze kämpfte sich Holger Redlich und dominierte das Rennen auf nasser Strecke. Oliver Rüsch sicherte sich Rang zwei, während Laurie Brezina mit seiner starken Aufholjagd das Podium auf Platz drei komplettierte.

Es war ein spannendes und zugleich äußerst faires Rennen ohne größere Fahrzeugschäden – eine starke fahrerische Leistung aller Teilnehmer unter schwierigen Bedingungen.